TDG Stiftung e.V.

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ABC – Aktivierung, Beratung, Coaching insbesondere von MigrantInnen zum Einstieg in Gesundheits- und Pflegeberufe zur Fachkräftesicherung

Zurzeit bestehen Fachkräfteengpässe in Gesundheits- und Pflegeberufen. Es ist bekannt, dass das deutsche Gesundheitssystem wegen der Alterung der Gesellschaft auf einen starken Fachkräftemangel zusteuert. Laut einer aktuellen Untersuchung der Beratungsgesellschaft PriceWaterhouseCoopers (PwC) und des Darmstädter Wirtschaftsforschungsinstituts (WifOR) werden im Jahr 2030 im Pflegebereich 480.000 Krankenpfleger/innen und Pflegehilfskräfte fehlen.

Laut Hessischem Pflegemonitor 2014 ergibt sich hessenweit für das Jahr 2030 im Beschäftigungssektor Altenhilfe, bezogen auf den Beschäftigtenbestand 2011, ein demografiebedingter Erweiterungsbedarf von 4.009 Altenpflegern/innen und 2.277 Gesundheits- und (Kinder-)Krankenpflegern/innen in Vollzeit.

Die Lage des Fachkräftemangels im Gesundheits- und Pflegebereich wird laut einer Prognose des BMG noch dadurch verstärkt, weil sich die Zahl der Pflegebedürftigen in Deutschland von 2010 bis 2050 fast verdoppeln wird (von 2,42 auf 4,37 Millionen). Gleichzeitig steigt mit dem Anteil der Patientinnen und Patienten ausländischer Herkunft der Bedarf an Fachkräften aus anderen Kulturkreisen. Zweisprachigkeit und interkulturelle Kompetenz werden hier, den Erfordernissen einer kultursensiblen Betreuung entsprechend, zunehmend gefragt sein.

Vorhaben

Dem drohenden Personalmangel im Gesundheits- und Pflegebereich kann mit der gezielten Ausbildung von Menschen begegnet werden, deren Potential nicht ausreichend ausgeschöpft wird, um dem Fachkräfteengpass bzw. – mangel gerecht zu werden.

Das Projekt führt zwei grundlegende gesellschaftliche Verantwortlichkeiten zusammen: einerseits die Deckung des jetzigen Fachkräftebedarfs und die zukünftige Fachkräftesicherung im nicht-akademischen Gesundheits- und Pflegebereich andererseits die berufliche Integration von Migrantinnen und Migranten der Altersgruppen Jugendliche unter 25 Jahre und junge Erwachsene über 25 Jahre besonders Frauen.

Das Projekt zielt auf die Hinführung von jugendlichen Schulabsolventinnen und -absolventen zu Berufen, in denen Menschen mit Migrationshintergrund bisher zahlenmäßig unterrepräsentiert sind und in denen für die kommenden Jahre bzw. Jahrzehnte ein Fachkräftemangel prognostiziert wurde. Ebenso soll die Chance von Frauen mit Migrationshintergrund verbessert werden, in ein Berufsleben einzusteigen bzw. der Wiedereinstieg erleichtert werden. Besonders soll dabei die Aufmerksamkeit auf die Frauen gerichtet werden, die bereits über einen ausländischen Schul- bzw. Berufsabschluss verfügen und somit unmittelbar dem deutschen Ausbildungs- bzw. Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen.

Zielgruppen

  • Ausbildung– und Arbeitssuchende
  • Jugendliche mit und ohne Migrationshintergrund
  • Jugendliche mit und ohne Migrationshinter-grund im Übergang Schule-Ausbildung
  • Frauen mit und ohne Migrationshintergrund
    • Wiedereinsteigerinnen
    • mit ausländischen beruflichen Qualifikationen

Projektziele

  • Deckung des jetzigen Fachkräftebedarfs und die zukünftige Fachkräftesicherung im nichtakademischen Gesundheits- und Pflegebereich.
  • Verbesserung der beruflichen und sozialen Integration von Menschen mit Migrationshintergrund durch Hinführung zu zukunftsträchtigen Berufen
  • Vermeidung von Jugendarbeitslosigkeit durch Schaffung erweiterter beruflicher Perspektiven
  • Erhöhung der Erwerbstätigenquote von Frauen mit Migrationshintergrund durch Beratung zum Einstieg bzw. Wiedereinstieg und zur Weiterqualifikation
  • Verringerung der geschlechtstypischen beruflichen Segregation in der Berufsausbildung und Erweiterung des Berufswahlspektrums
  • Verringerung der Diskriminierung durch berufliche Integration
  • Steigerung der Beschäftigungsfähigkeit durch Berufsausbildung
  • Vermittlung von Praktika und Ausbildungsstellen
  • Förderung der aktiven Teilnahme von Eltern in die Berufsorientierungsphase ihrer Kinder
  • Verbesserung der gleichberechtigten Teilhabe von Mädchen und Frauen mit Migrationshintergrund am gesellschaftlichen Leben durch Erhöhung der Ausbildungsbeteiligung
  • Erhöhung der Ausbildungsbereitschaft von Ausbildungsstellen
  • Effiziente Zusammenarbeit mit örtlichen Institutionen

Projektorte

Hessen: Mittelhessen, Rhein-Main Gebiet

Ausbildungsberufe im Gesundheits- und Pflegebereich

  • Altenpflegehelfer/in
  • Altenpfleger/in
  • Diätassistent/in
  • Ergotherapeut/in
  • Gesundheits– und Kinderkrankenpfleger/in
  • Gesundheits– und Krankenpfleger/in
  • Gesundheits– und Krankenpflegehelfer/in
  • Hebamme/Entbindungspfleger
  • Logopäde/Logopädin
  • Medizinisch-technische/r Assistent/in
    • für Funktionsdiagnostik
    • für Radiologie
    • für Labor
  • Physiotherapeut/in
  • Orthoptist/in

Kooperationspartner

  • 'kommit': Internationales Bildungszentrum Rhein-Main für Pflegeberufe, Frankfurt
  • Krankenhäuser und Schulen
  • Schulen für Pflegeberufe
  • Allgemeinbildende Schulen
  • Migrantenselbstorganisationen

Projektleitung

Frau Ayla Gediz (0641 / 966 116 - 22)

Herr Ömer Aydin (0641 / 966 116 - 16)

Das ABC-Projekt bei Facebook

Download Flyer

Projektvorstellung (youtube-Video)